Einer der berühmtesten Science Fiction Bücher wurde durch eine Radiosendung bekannt. Der Krieg der Welten machte Herbert George Wells weltberühmt.

Am 30. Oktober 1938 war es soweit, Marsianer griffen New York und New Jersey an. Der Radiosender CBS berichtete live von den Angriffen, denen das weltliche Militär nichts entgegensetzen konnte. Stadt für Stadt viel unter der Angriffskraft der dreibeinigen Angriffsroboter der außerirdischen Macht. Einen Tag vor Halloween schien die Weltbevölkerung verloren zu sein.

Natürlich war die echt klingende Live-Reportage des amerikanischen Senders nur ein Hörspiel der englischen Autoren H.G. Wells, die am Tag vorher geschickt aufgenommen wurde. Tageszeitungen berichteten am nächsten Tag von Panikhandlungen in den amerikanischen Städten. Heute wissen wir, dass die Berichte übertrieben waren, da der Sender an diesem Tag nur eine Einschaltquote von 2% erreichte. Es reichte aber aus, um den Autor aus England weltberühmt zu machen.

In dem Hörspiel für das Radio nutzte Wells geschickt musikalische Unterbrechungen, um den normalen Ablauf des Programms eines Radiosenders zu simulieren. Für nicht eingeweihte Zuhörer muss die Ausstrahlung sehr echt geklungen haben.

Das Buch „Krieg der Welten“ wurde schon 1898 veröffentlicht und gilt als eines der besten Bücher des Autors. Der Angriff der Außerirdischen vermittelt aber auch eine ganz persönliche Nachricht des Autors. Er kritisiert mit der Geschichte auch die Kolonialpolitik Englands, in der der übermächtige Angreifer sich bei den Besiegten an den Naturressourcen bedient. Letztendlich können nur die zu dieser Zeit kleinsten bekannten Lebewesen, Bakterien, die Menschheit retten. Eine satirische Beleidigung des Vereinigten Königreichs, das nur durch die primitiven Lebensformen gerettet werden kann.

Aber nicht nur das Publikum in den Vereinigten Staaten wurde von dem Hörspiel überrascht. Auch in Deutschland wurde das Hörspiel ausgesendet. 1977 wurde die englische Version auf deutsche Verhältnisse angepasst und von bekannten Radiojournalisten nachgesprochen. Zwar verursachte die Ausstrahlung keine Massenpanik, trotzdem riefen viele Zuschauer bei dem Sender an.

Der Radiosender Oldie 95 aus Hamburg strahlte eine Übersetzung des Originals unter dem Namen „Ufos über der Elbe“ 2010 nochmals aus. Die einzelnen Schauplätze wurden durch lokale ersetzt und diesmal wurden auch wieder Moderatoren des Senders eingespannt. Auch diesmal riefen wieder viele besorgte Zuhörer bei der Polizei an.

Das Thema Außerirdische erzeugt also heute auch noch Panik bei der Bevölkerung, selbst mehr als hundert Jahre nachdem Wells die Geschichte geschrieben hatte. Aber nicht nur Slot Maschinen, wie Alien Robots und Worlds of War wurden von dem Buch inspiriert. Auch der Regisseur Byron Haskin ließ sich von dem Buch inspirieren und versuchte ihn 1953 zu verfilmen. Die technischen Möglichkeiten erlaubten es ihm noch nicht die dreibeinigen Kampfroboter zu animieren, deswegen musste er einige technische Anpassungen vornehmen. Er setzte deshalb Flugmaschinen ein, die Raumschiffen aus anderen Filmen ähneln. Der Film erhielt 1954 einen Oskar für seine visuellen Effekte.

Auch Roland Emmerich soll sich von dem Originalbuch inspiriert haben lassen, als er den Film „Independance Day“ drehte. Dieser Film gilt heutzutage als Hommage an H.G. Wells, da die Geschichte nicht genau übernommen wurde. Satirisch wurde das Thema noch einmal 1996 in dem Film „Mars Attacks“ von Tim Burton aufbereitet, der sich über die Angst vor einem Angriff von Ausserirdischen lustig macht.