In der Literatur nimmt das Genre Science Fiction eine ganz besondere Rolle ein. Autoren in dieser Sparte benötigen nicht nur eine sehr gute Fantasie, sie müssen auch technische Kenntnisse vorweisen.

Als Science Fiction bezeichnet man Zukunftsromane, die immer auch einen technischen oder wissenschaftlichen Hintergrund haben. Sie unterscheiden sich von der utopischen Literatur und den Fantasyromanen, die keinen wissenschaftlichen oder technischen Bezug benötigen.

Der Begriff Science Fiction wurde das erste Mal von dem britischen Dichter William Wilson benutzt. 1851 veröffentlichte er sein Buch „A little earnest book upon a great old subject“, in dem er das Kapitel zehn als Science Fiction betitelte. Aber erst 1929 etablierte sich der Begriff Science Fiction als Bezeichnung für ein Genre.

Die positiven und negativen Seiten der Wissenschaft

Ende des 19. zum Anfang des 20. Jahrhunderts entstand eine neue Beziehung der Menschen zur Technik. Einerseits wurden die Errungenschaften der Technik als positiv für die Menschheit angesehen, andererseits entstand auch eine Angst vor der technischen Übermacht. Aus diesen Ängsten und Hoffnungen entstand ein neues Lebensgefühl.

Ein gutes Beispiel für die Science Fiction-Literatur aus dieser Zeit ist der Roman “Krieg der Welten” von H. G. Wells. Er veröffentlichte das Buch 1898 und schildert darin, wie Marsianer das vereinigte Königreich angreifen. Mit dreibeinigen Kampfmaschinen versuchen sie die Erde zu erobern, um an benötigte Rohstoffe und Wasser zu kommen. Das Militär kann in diesem Roman nichts gegen die Außerirdischen anrichten und viele Städte werden zerstört. Wells verarbeitet in seinem Roman auf sarkastische Weise die Kolonialpolitik seines Heimatlandes, die sich in seinem Roman gegen die Invasoren wehren muss. Am Ende retten Bakterien die Menschheit, eine der kleinsten bis dahin bekannten Lebensformen.

Der Roman von Wells ist zweifellos einer der ersten und besten Science Fiction-Romane und enthält die klassischen Bestandteile des Genres. Die Handlung spielt in der Zukunft und hat technische und wissenschaftliche Bestandteile, die in der Gegenwart als möglich angesehen werden. Die klassische Science Fiction sollte den Lesern Möglichkeiten aufzeigen, wie in Zukunft mit technischen und wissenschaftlichen Veränderungen umgegangen werden kann. Dieses Genre soll also auch Leser aufklären, was sie komplett von den Fantasy-Romanen abgegrenzt.

Moderne Sience Fiction

Moderne Science Fiction-Literatur überschneidet sich oft mit anderen Genres. Die besten Beispiele sind dafür Kinofilme aus der Alien-Reihe, die auch als Horrorfilme bezeichnet werden können.

Seitdem Science Fiction-Romane und -Filme populär geworden sind, haben sich viele verschiedene Nischen in dem Genre gebildet. Es gibt die harte Science Fiction, die sich sehr genau an technischen und wissenschaftlichen Details ausrichtet. Die weiche Science Fiction beschäftigt sich eher mit gesellschaftlichen Themen.

Einer der fantastischen Faktoren der Zukunftsromane ist aber der weiche Übergang in die Gegenwart oder die Integration der Science Fiction in unsere Gegenwart. Während technische Möglichkeiten wie die virtuelle Realität vor wenigen Jahren noch in den Bereich der Science Fiction gehörten, sind sie in den letzten Jahren Realität geworden.

Aber nicht nur technisch holen uns die Science Fiction-Romane ein. Auch im Modebereich und beim Design werden viele Voraussagen der Autoren wahr und integrieren sich in unsere Gegenwart. Überall werden Außerirdische und Roboter im Design verwendet, wie bei den Sci-Fi basierten Slots Star Dust, Terminator 2, Steam Punks Heroes oder Robot Butler, um nur einige Umsetzungen der Science Fiction-Themen zu nennen.